Ohne Frage wird es Unternehmen geben, die unabhängig von ihrer Größe und ihres bisherigen Marktwertes in der Krise auf der Strecke bleiben. Letzten Endes führen solche Krisen, wie wir sie derzeit erleben, immer zu Marktbereinigungen und oftmals neuen Strukturen.
Unbestritten ist auch, dass viele scheinbar gesunde Organisationen Mühe haben werden, die Mischung aus Verzagtheit, Zweifeln und Unsicherheiten für sich selbst produktiv zu nutzen.
Ebenso klar sollte aber auch sein, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Insofern ist die jüngste Äußerung der Bundeskanzlerin Angela Merkel, „Deutschland werde gestärkt aus der Krise gehen“, nicht unbedingt abwegig.
Allerdings hat es die Politik bisher versäumt, klare Konzepte für solche Zielstellungen zu erarbeiten. Strohfeuer wie lobbyistische Konjunkturprogramme sind bestenfalls geeignet, kurzfristige Marktverschiebungen zu ermöglichen. An der Entwicklung der realen Wirtschaft ändern sie jedoch nichts. Und so ist es auch nicht verwunderlich, das beispielsweise der VW-Konzern erstmals seit 35 Jahren wieder Kurzarbeit angeordnet hat. Trotz Abwrackprämie und bislang verhinderten Protektionismus.